7 Tage nach der FUE-Haartransplantation
Erfahren Sie, wie das Haar 7 Tage nach einer FUE-Haartransplantation üblicherweise aussieht, welche Pflege Sie beibehalten sollten, wie Sie mit Krusten umgehen und wann Sie die Klinik kontaktieren müssen.

Der siebte Tag nach einer FUE-Haartransplantation markiert einen wichtigen Übergang in Ihrer Erholung. Die erste kritische Phase, in der die Grafts am anfälligsten waren, liegt hinter Ihnen, doch die Kopfhaut befindet sich weiterhin im aktiven Heilungsprozess. Viele Menschen sind an diesem Punkt überrascht, weil das Ergebnis noch nichts mit dem Endbild zu tun hat.
Sie sehen wahrscheinlich Krusten, Rötung und ein ungleichmäßiges Erscheinungsbild im Empfängerbereich. Das ist kein Anzeichen für ein Problem, sondern eine normale Zwischenphase. Dieser Leitfaden beschreibt, was in dieser Woche üblicherweise geschieht, welche Pflege Sie fortsetzen sollten und welche Beschwerden eine Rücksprache mit Ihrer Klinik erfordern.
Wie die Kopfhaut am siebten Tag typischerweise aussieht
Am siebten Tag ist der Empfängerbereich meist von kleinen Krusten bedeckt, die sich rund um jeden eingesetzten Graft gebildet haben. Diese Krusten können bräunlich, rötlich oder gelblich wirken und leicht erhaben sein.
Die Haut zwischen den Grafts erscheint häufig rosa oder gerötet. Diese Färbung entsteht durch die verstärkte Durchblutung, die zur Versorgung der neuen Follikel nötig ist. Bei heller Haut bleibt diese Rötung in der Regel länger sichtbar.
Auch der Spenderbereich am Hinterkopf zeigt in dieser Phase häufig noch kleine punktförmige Male oder feine Krusten. Diese Areale heilen meist schneller als der Empfängerbereich und fühlen sich zunehmend weniger empfindlich an.
Eine anfängliche Schwellung an Stirn oder um die Augen ist zu diesem Zeitpunkt in der Regel bereits abgeklungen. Bleibt eine Schwellung bestehen oder nimmt sie zu, sollten Sie das Ihrer Klinik melden.
Sind die Grafts nach sieben Tagen sicher?
Die Grafts sind am siebten Tag deutlich stabiler als in den ersten Tagen, doch sie sind noch nicht vollständig unempfindlich. Der Körper hat bereits begonnen, eine neue Blutversorgung aufzubauen und das Gewebe zu verankern.
Das bedeutet, dass gewöhnliche Bewegungen, sanftes Waschen und normale Alltagsaktivitäten die Grafts in der Regel nicht mehr gefährden. Kräftiges Reiben, Kratzen, Ziehen an Krusten oder starker mechanischer Druck können jedoch weiterhin Schaden anrichten.
Viele Kliniken betrachten den Zeitraum zwischen Tag zehn und Tag vierzehn als den Punkt, ab dem die Grafts als fest verankert gelten. Bis dahin bleibt Vorsicht angebracht, auch wenn sich die Kopfhaut bereits deutlich besser anfühlt.
Wie Sie in dieser Phase waschen sollten
Die tägliche Wäsche bleibt der wichtigste Bestandteil Ihrer Nachsorge. Sie verhindert, dass sich Krusten zu einer festen Schicht verbinden, und hält die Poren frei.
Tragen Sie zunächst die von Ihrer Klinik bereitgestellte Lotion oder den Schaum auf das Empfängerareal auf und lassen Sie das Produkt einwirken. Diese Einwirkzeit weicht die Krusten deutlich auf und ist entscheidend für eine schonende Entfernung.
Schäumen Sie das medizinische Shampoo anschließend zwischen den Handflächen auf und legen Sie den Schaum sanft auf die Kopfhaut. Ab etwa Tag sieben erlauben viele Kliniken bereits eine leichte, kreisende Bewegung mit den Fingerkuppen, niemals mit den Fingernägeln.
Spülen Sie mit lauwarmem Wasser, das Sie über einen Becher oder mit sehr geringem Duschdruck über den Kopf laufen lassen. Vermeiden Sie weiterhin heißes Wasser und starke Wasserstrahlen direkt auf das Empfängerareal.
Umgang mit Krusten in der zweiten Woche
Zwischen Tag sieben und Tag vierzehn beginnen sich die Krusten allmählich zu lösen. Dieser Prozess sollte durch Aufweichen und sanftes Waschen unterstützt werden, niemals durch Abkratzen.
Wenn eine Kruste noch fest haftet, ist sie nicht bereit, sich zu lösen. Erhöhen Sie in diesem Fall die Einwirkzeit der Lotion, statt mechanischen Druck auszuüben.
Es ist normal, dass sich beim Waschen zusammen mit einer Kruste ein kurzer Haarschaft löst. Das transplantierte Haar fällt in dieser Phase ohnehin aus, während die Wurzel sicher in der Kopfhaut verbleibt.
Sie sollten darauf achten, dass bis etwa Tag vierzehn alle Krusten entfernt sind. Länger anhaftende Krusten können die Poren blockieren und das Risiko einer Entzündung erhöhen.
Juckreiz, Spannungsgefühl und Taubheit
In der zweiten Woche berichten viele Menschen über zunehmenden Juckreiz. Dieses Gefühl entsteht durch die Hauterneuerung und das Ablösen der Krusten.
Kratzen Sie das Empfängerareal unter keinen Umständen. Nutzen Sie stattdessen die von Ihrer Klinik empfohlenen Feuchtigkeitssprays oder Salzlösungen, um die Haut zu beruhigen.
Ein Spannungsgefühl im Spenderbereich ist ebenfalls häufig, besonders wenn eine große Zahl an Grafts entnommen wurde. Auch Taubheit oder ein pelziges Gefühl auf der Kopfhaut kann in dieser Phase bestehen und bildet sich meist über Wochen bis Monate zurück.
Wenn der Juckreiz sehr stark wird, sollten Sie Ihre Klinik fragen, ob ein Antihistaminikum oder ein anderes Mittel für Sie geeignet ist.
Was Sie in dieser Woche weiterhin vermeiden sollten
Auch wenn Sie sich besser fühlen, gelten am siebten Tag weiterhin mehrere Einschränkungen.
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Vermeiden Sie intensiven Sport und alles, was starkes Schwitzen auslöst.
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Verzichten Sie auf Sauna, Dampfbad, Schwimmbad und Meer.
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Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung auf die Kopfhaut.
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Tragen Sie keine engen Mützen oder Helme, die auf das Empfängerareal drücken.
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Verzichten Sie auf Alkohol und Rauchen, solange Ihre Klinik dies empfiehlt.
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Verwenden Sie keine Stylingprodukte, Färbemittel oder aggressiven Shampoos.
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Rasieren oder kürzen Sie das Empfängerareal nicht mit einer Maschine.
Die genaue Dauer dieser Einschränkungen legt Ihre Klinik fest, da sie von Technik, Graftzahl und Heilungsverlauf abhängt.
Schlafen und Alltag am siebten Tag
Viele Kliniken empfehlen, den Kopf in der ersten Woche erhöht zu lagern und auf dem Rücken zu schlafen. Ab etwa Tag sieben bis zehn erlauben viele Praxen eine schrittweise Rückkehr zu normaleren Schlafpositionen.
Vermeiden Sie dennoch, das Empfängerareal fest ins Kissen zu drücken. Ein sauberer Kissenbezug verringert außerdem das Risiko einer Reizung.
Leichte Alltagstätigkeiten, Bürotätigkeit und normales Gehen sind in der Regel unproblematisch. Achten Sie darauf, längeres Vornüberbeugen und schweres Heben weiterhin zu begrenzen.
Wann beginnt der Haarausfall nach der Transplantation?
Viele Menschen bemerken bereits in der zweiten oder dritten Woche, dass die transplantierten Haare ausfallen. Dieser Vorgang wird häufig als Shedding bezeichnet und ist ein erwarteter Teil des Zyklus.
Der Haarschaft löst sich dabei, während der Follikel unter der Haut verbleibt und in eine Ruhephase eintritt. Neues Wachstum beginnt in der Regel erst nach mehreren Monaten.
Am siebten Tag befinden Sie sich meist noch vor dieser Phase oder ganz am Anfang. Wenn Sie beim Waschen einzelne Haare verlieren, ist das kein Zeichen für ein gescheitertes Ergebnis.
Wann Sie Ihre Klinik kontaktieren sollten
Die meisten Beschwerden in dieser Phase sind normal, doch bestimmte Anzeichen erfordern eine Beurteilung.
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Starke oder zunehmende Schmerzen im Empfänger- oder Spenderbereich
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Sich ausbreitende Rötung oder deutliche Überwärmung der Haut
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Eiter, Sekret oder unangenehmer Geruch
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Fieber oder Schüttelfrost
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Anhaltende oder zunehmende Schwellung
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Aktive Blutung, die nicht durch sanften Druck stoppt
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Große, schmerzhafte Beulen oder Zysten
Eine frühe Rücksprache ist immer sinnvoller, als abzuwarten, bis sich ein Problem verstärkt.
Realistische Erwartungen für die kommenden Wochen
Nach der zweiten Woche wirkt die Kopfhaut in der Regel deutlich ruhiger, und die Krusten sind verschwunden. Die Rötung kann jedoch noch mehrere Wochen bestehen bleiben.
Zwischen Woche drei und Monat drei erleben viele Menschen die visuell schwierigste Phase, weil die transplantierten Haare ausgefallen sind und neues Wachstum noch nicht sichtbar ist.
Erste feine Härchen erscheinen häufig zwischen dem dritten und vierten Monat. Ein aussagekräftiges Ergebnis zeigt sich meist zwischen dem sechsten und achten Monat, während das Endergebnis üblicherweise nach zwölf bis achtzehn Monaten beurteilt wird.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich am siebten Tag die Krusten abrubbeln?
Nein. Sie sollten Krusten niemals abrubbeln oder abkratzen. Weichen Sie sie mit der von der Klinik bereitgestellten Lotion auf und lassen Sie sie sich beim sanften Waschen von selbst lösen.
Ist Rötung nach einer Woche normal?
Ja. Rötung im Empfängerbereich ist am siebten Tag üblich und entsteht durch die verstärkte Durchblutung. Sie klingt in der Regel über Wochen ab, bei heller Haut mitunter langsamer.
Kann ich am siebten Tag wieder Sport treiben?
In der Regel nicht. Die meisten Kliniken empfehlen, intensiven Sport und starkes Schwitzen mindestens zwei Wochen zu vermeiden. Fragen Sie Ihre Klinik nach dem für Sie geltenden Zeitplan.
Verliere ich beim Waschen Grafts?
Bei sanftem Waschen nach Anleitung ist das sehr unwahrscheinlich. Löst sich ein Haarschaft mit einer Kruste, bleibt die Wurzel in der Kopfhaut. Ein echter Graftverlust geht meist mit aktiver Blutung einher und sollte der Klinik gemeldet werden.
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- Deutsch
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